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Wohnungssuche: Kleinreparaturen- in der Mietwohnung

Kleinreparaturen in der Mietwohnung

Viele Mieter sind sich unsicher, wie sie am besten mit Schäden in der Wohnung verfahren. Ist es empfehlenswert schnell mal selbst Hand anzulegen, wenn eine kleinere Reparatur fällig ist? Und wer trägt im Endeffekt die Kosten dafür? Was muss der Mieter tun und was ist Aufgabe des Vermieters, wenn etwas in der Wohnung kaputt geht? – wir haben die wichtigsten Fakten zum Thema Kleinreparaturen kurz für Sie zusammengestellt.

Was fällt unter den Begriff “Kleinreparaturen”?

Generell ist der Vermieter gesetzlich zur Instandhaltung der Wohnung verpflichtet. Den Mieter trifft insofern zunächst nur eine Informationspflicht, sollten Mängel oder Defekte auftreten, sodass der Vermieter dann im nächsten Schritt seiner Instandhaltungsverpflichtung nachkommen kann. Dennoch kann der Mieter vertraglich zur Beseitigung von kleineren Defekten und Reparaturen an Gegenständen, auf die er häufigen und direkten Zugriff hat, verpflichtet werden. Dabei handelt es sich klassischerweise um solche Fälle, wo beispielsweise eine Toilettenspülung oder eine Steckdosenabdeckung kaputt gehen. Gibt es aber auch bei solchen Kleinreparaturen Grenzen, was dem Mieter zugemutet werden kann?

Bis zu welcher Höhe muss der Mieter die Kosten für die Kleinreparatur tragen?

Auch wenn hier die Rechtslage nicht komplett eindeutig ist, beinhaltet die von der herrschenden Rechtsmeinung vertretene Faustregel folgenden Inhalt:

  • Eine einzelne Reparatur darf nicht teurer sein als 100€.
  • Im Laufe eines Jahres muss der Mieter nicht mehr als insgesamt eine Nettokaltmiete für Kleinreparaturen aufwenden.

Wenn Sie also beispielsweise in einer 1-Zimmer-Wohnung mit einer Kaltmiete von 400€ wohnen, dann kann der Vermieter von Ihnen maximal erwarten, dass Sie über das Jahr verteilt 4 “größere” Reparaturen von jeweils maximal 100€ übernehmen.

Muss ich als Mieter die Zahlung von (Klein-)Reparaturen übernehmen, wenn es der Vermieter verlangt?

Dem Mieter ist zu empfehlen, dass er nicht blind auf alles vertraut, was der Vermieter von ihm verlangt. Prüfen Sie die Rechnungen, die der Vermieter von Ihnen beglichen haben möchte und stellen Sie sicher, dass Sie sich im Rahmen dessen bewegen, wozu Sie vertraglich verpflichtet sind.

Auch die Klausel im Vertrag, die die Handhabung von Kleinreparaturen beinhaltet, sollten Sie als Mieter kritisch beäugen. Diese ist beispielsweise immer dann ungültig, wenn der Mieter unangemessen benachteiligt wird. Beispielsweise:

  • wenn die zuvor benannten Höchstgrenzen für Kleinreparaturen deutlich überschritten werden
  • wenn vom Mieter verlangt wird, dass er alle Reparaturen selbst vornimmt und dafür auch eine Gewährleistung geben soll
  • wenn vom Mieter die Reparatur von nicht einfach zugänglichen Gegenständen verlangt wird, auf die er keinen direkten und regelmäßigen Zugriff hat

In diesen Fällen entfallen die Klauseln zu Kleinreparaturen weg und somit besteht für den Mieter keinerlei Zahlungsverpflichtung. Unwirksam ist es auch, wenn in der Klausel festgelegt wird, dass der Mieter den Handwerker beauftragen muss. Der Auftrag muss grundsätzlich vom Vermieter erteilt werden, da er in der Regel die (höheren) Reparaturkosten tragen wird und selber am besten entscheiden kann, wie mit seinem Eigentum verfahren werden soll. Natürlich wird in der Praxis der Handwerker oftmals nur kurz vom Vermieter informiert und dann an den Mieter als direkten Kontakt verwiesen. Dies ist aber wichtig, damit der Vermieter in den Prozess involviert ist und Entscheidungen treffen kann, auch wenn am Ende des Tages der eigentliche Termin mit dem Mieter abgestimmt wird.

Wann sollte der Mieter im Zusammenhang mit Kleinreparaturen aus Eigeninitiative aktiv werden?

Aus Mangel an Fachkenntnissen sollte der Mieter nicht zu euphorisch an die Behebung von Kleinreparaturen mit den eigenen Handwerkerfähigkeiten heran gehen. Dies gilt selbstverständlich nur für den “Durchschnittsmieter” und für “normale” Defekte. Wenn der Mieter nämlich selbst Hand anlegt, steht er im Nachhinein für den Erfolg der Beseitigung der Mängel dem Vermieter gegenüber gerade, er geht also eine Gewährleistung ein. Dies ist in den meisten Fällen nicht empfehlenswert. Dann ist die Beauftragung eines Fachmannes die bessere Wahl.

Achtung: in jedem Fall trifft den Mieter die Pflicht, dass er Maßnahmen zu ergreifen hat, die größere Schäden verhindern. Dies betrifft beispielsweise Fälle von akuten Wasserschäden. Hier kann der Mieter unverzüglich aktiv werden und den Notdienst informieren und muss dafür nicht erst auf das okay des Vermieters warten. Dennoch ist eine vorherige Absprache mit dem Vermieter natürlich empfehlenswert.

Fazit

Kleinreparatur-Klauseln finden bei Mietern häufig erst dann Aufmerksamkeit, wenn es schon zu spät ist, der Schaden entstanden und die Situation unklar ist. Vergewissern Sie sich, dass Ihr Mietvertrag eine wirksame Kleinreparatur-Klausel enthält. Eine offene Kommunikation und Zusammenarbeit mit dem Vermieter ist im Falle von Schäden immer anzustreben und wünschenswert. Als Mieter haben Sie zumindest eine Informations- und unter Umständen auch eine Zahlungspflicht für Kleinreparaturen. Bei akuten oder sonstigen, größeren Schäden sind Sie als Mieter verpflichtet, Maßnahmen zu ergreifen, die größere Schäden verhindern.

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