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Heizungswartung - Kalte Jahreszeit voraus

Heizungswartung – kalte Jahreszeit voraus

Kaum stehen Herbst und Winter vor der Tür, ist die Heizung wieder ein Thema, das bei allen Mietern und Bewohnern von Eigentum in ganz Deutschland präsent ist. Regelmäßige Wartungen beugen größere Schäden durch kleine Verschleißteile vor und sind deshalb zu empfehlen – gerne auch bevor der große Run auf die Heizungsinstallateure vor der kalten Jahreszeit beginnt. Was gibt es dabei zu beachten? Welche Unterschiede bringen die verschiedenen Heizungsarten mit sich? Was sollten besonders Mieter beachten?

Wann sollte ich meine Heizung warten lassen?

Die Heizungswartung sollte laut Expertenmeinung des Bundesverbandes der Deutschen Heizindustrie einmal jährlich erfolgen und in einem Rutsch mit notwendigen Reparaturen vollzogen werden. Der Run auf die Heizungsmonteure geht jedes Jahr immer um die selbe Zeit – nämlich kurz vor Beginn der gut 5-monatigen Heizperiode – los.

Clever-Tipps für Mieter und Eigentümer: Der schlaue Bewohner kann diese vermehrte Auftragsdichte bei den Fachmännern clever umschiffen und seine Wartungen und damit einhergehende Reparaturen flexibel in den warmen Monaten erledigen. Zudem geschieht so die Wartung fast immer vor den Inspektionen des Schornsteinfegers, der eine Abgaskontrolle durchführt und bei schlechten Werten erneut kostenpflichtig anrücken muss NACHDEM eine Heizungswartung/-reparatur stattgefunden hat.

Wie läuft die Wartung meiner Heizung ab?

Der Ablauf der Heizungswartung ist vom jeweiligen Heizungstyp sowie individuellen Faktoren, wie dem Heizverhalten oder Umgebungseinflüssen, abhängig. Ziel einer jeden Heizungswartung ist es, das Funktioneren der Anlage sicherzustellen und kaputte Einzelteile auszutauschen bevor ein größerer Schaden daraus resultiert.

Was muss ich bei der Wartung meiner Ölheizung beachten?

Die Ölheizung ist die am weitesten verbreitete Heizung in Deutschland. Besonders der Brenner, Wärmetauscher und die Düse müssen regelmäßig gereinigt werden, um den Schadstoffausstoß zu minimieren und Energie zu sparen. Folgende Schritte sind bei der Wartung der Ölheizung sinnvoll:

  • Der Heizkessel sollte einmal im Jahr gereinigt werden, um grenzwertigen Abgaswerten vorzubeugen, die bei der Wartung durch den Schornsteinfeger kontrolliert werden.
  • Die Brennkammer und der Abgastunnel sollten von Ruß befreit werden.
  • Die Verbindung zwischen Heizkessel und Kamin sollte auf Rost untersucht werden, um dem Austreten giftiger Schadstoffe vorzubeugen.
  • Im Brenner selbst sollten der Ölfilter und die Öldüsen gereinigt werden. Zudem sind diverse Einzelteile – Motor, Pumpe, Steuergerät, Flammenwächter und Elektroden – zu überprüfen.
  • Der Tank sollte auch begutachtet werden und bei Bedarf (und geringem Ölstand) in regelmäßigen Abständen gereinigt werden. Experten empfehlen einen Turnus von 5-10 Jahren oder spätestens dann, wenn der Ölfilter im immer kürzeren Abständen stark verschmutzt ist.
  • Die vorhandenen Heizkörper sollten zudem regelmäßig entlüftet und mit Heizwasser aufgefüllt werden.

Was muss ich bei der Wartung meiner Gasheizung beachten?

Der Wartungsaufwand der Gasheizung fällt etwas geringer als der der Ölheizung aus und bringt somit in der Regel auch weniger Kosten mit sich. Folgende Schritte sind bei der Wartung der Gasheizung sinnvoll:

  • Der Heizungsregler sollte ausgelesen werden, um die Einstellungen des Heizkessels auf seine Richtigkeit zu überprüfen.
  • Einzelteile, wie Wärmetauscher, Kondensatablauf oder Elektroden, sollten überprüft, gereinigt und bei Bedarf ausgetauscht werden. Bereits geringe Ablagerungen haben einen vermehrten Gasverbrauch zur Folge.
  • Die sicherheitstechnischen Einrichtungen sollten kontrolliert werden, um ihre Funktionstüchtigkeit sicherzustellen.
  • Essentiell ist auch eine Dichtheits-Prüfung der Gasanlage, um den Austritt gefährlicher Gase zu verhindern.
  • Eine Abgasmessung mit entsprechender Dokumentation rundet die Wartung der Anlage ab.


>> Besondere VORSICHT und AKUTER Handlungsbedarf ist bei Gasheizungen gegeben, wenn sich folgende Situationen zeigen:

– Zündungsflamme wird heller
– Farbspuren am Heizgerät und in dessen Umgebung (z. B. Ruß)
– veränderte Betriebsgeräusche, die von Heizung ausgehen
– Geruchsbildung
– beschädigte Teile

Was muss ich bei der Wartung meiner Holz- und Pelletheizung beachten?

Für eine Holz- oder Pelletheizung fällt ein vergleichsweise großer Wartungs- und Reinigungsaufwand an, denn beispielsweise die Asche muss häufig entnommen und entsorgt werden. Modernere Anlagen sind in der Regel wartungsärmer. Auch hier sollte jedoch als Faustregel einmal jährlich gewartet werden. Bei der regelmäßigen Reinigung kommen dem Wärmetauscher und der Ascheentnahme besonders viel Aufmerksamkeit zu:

  • Der Wärmetauscher sollte regelmäßig einmal im Monat mit einer Bürste oder einem Staubsauger gereinigt und von Ascheresten befreit werden. Die Asche gibt Rückschlüsse auf die Verbrennung und sollte grau und pudrig sein. Wenn dies nicht der Fall ist und die Asche beispielsweise schwarz und zäh ist, könnte die Verbrennung z. B. durch eine nicht ausreichende Luftzufuhr gestört sein.
  • Brennkammer und Brennertopf sollten der Bedienungsanleitung entsprechend auch regelmäßig gereinigt werden, um die Funktionsfähigkeit der Anlage zu erhalten.

Folgende Schritte sind bei der Wartung der Holz- und Pellet-Heizung durch den Fachmann sinnvoll:

  • Die komplette Anlage sollte gereinigt und gewartet werden.
  • Wichtige Teile des Brennstoffzufuhr-Systems sowie Systeme zur automatischen Entaschung sollten geschmiert werden.
  • Die Lichtschranken zur Materialkontrolle im Kessel sollte gesäubert und die komplette Anlage auf Rost untersucht werden.
  • Außerdem sollten die Einstellungen der Steuer- und Regeltechnik kontrolliert werden.

Was muss ich bei der Wartung meines Blockheizkraftwerkes (BHKW) beachten?

Blockheizkraftwerke kennt man vor allem aus Schwimmbädern, Krankenhäusern oder großen Wohnkomplexen. Durch die fortschrittlichere, kleinere Bauweise nutzen nun auch manche Einfamilienhäuser BHKWs, auch wenn nach wie vor hohe Anschaffungspreise und Wartungskosten nicht von den günstigeren Kosten für Energieersparnisse abgedeckt werden können. Da nicht nur Wärme, sondern auch Strom erzeugt wird, können Mieter und Vermieter in gleicher Weise von einem Blockheizkraftwerk profitieren, wenn die erzeugte Energie günstig in die Netzeinspeisung des Hauses (oder auch der Nachbarhäuser) einfließt.

Folgende Schritte sind bei der Wartung des BHKW durch den Fachmann sinnvoll:

  • Ein Verbrennungsmotor sollte alle 2,500 bis 4,000 Betriebsstunden gewartet werden. Die anfallenden Arbeiten sind mit denen an einem PKW-Motor vergleichbar. Ein Ölwechsel oder der Austausch von Zündkerzen sind beispielsweise häufig Teil der Wartung.
  • Ein Stirlingmotor hingegen muss nur alle 5,000 bis 8,000 Betriebsstunden gewartet werden. Da bei dieser Motoren-Variante keine Verbrennung stattfindet, ist der Verschleiß wesentlich geringer.

Was muss ich bei der Wartung meiner Wärmepumpen-Anlage beachten?

Wärmepumpen-Anlagen sind vergleichsweise wartungsarm. Die Intervalle zur Wartung werden vom Hersteller vorgegeben, meistens handelt es sich um ca. 2 Jahre. Der eingebaute Kühlmittelkreislauf bestimmt ein kürzeres Prüfintervall von einem Jahr oder kürzer.

Folgende Schritte sind bei der Wartung der Wärmepumpen-Anlage durch den Fachmann sinnvoll:

  • Die Luft-Wasser-Wärmepumpen und Luft-Luft-Wärmepumpen sind zum Teil erheblichen Verschmutzungen am Filter ausgesetzt.
  • Die elektrischen Installationen der Anlage sowie die Sicherheitsventile sollten auf alle Fälle bei der Standard-Wartung mit einbezogen werden.
  • Die Funktionsfähigkeit des Wasserfilters ist zu überprüfen und festzustellen.
  • Der Zu- und Abführungskanal der Außenluft sowie der Kondensatablauf sollten geprüft und gereinigt werden.
  • Verwendete Sole im Kreislauf muss gesonderte auf die richtige Zusammensetzung kontrolliert sowie der Druck im System geprüft werden. (zusätzlich bei Sole-Wasser-Wärmepumpen)
  • Pumpen, Ventile und Filter sollten überprüft werden sowie (falls vorhanden) eine Sichtprüfung des Brunnens stattfinden. (zusätzlich bei Wasser-Wasser-Wärmepumpen)

>> Experten-Tipp: Hat sich an den durchs Haus verlaufenden Rohren Kondenswasser gebildet, kann dies auf eine mangelhafte Wärmeisolierung hindeuten.

Was muss ich bei der Wartung meiner Solarthermie-Anlage beachten?

Solaranlagen werden in Deutschland seit einigen Jahren vermehrt bei der Unterstützung der Heizung genutzt. Die Anlagen dienen deshalb “nur” als Unterstützung, weil die Wintersonne in Deutschland nicht ausreichend ist, um eine umfassende Heizleistung zu sichern.

Folgende Schritte sind bei der Wartung der Solarthermie-Anlage durch den Fachmann sinnvoll:

  • Der Druck im Betriebssystem sollte kontrolliert werden. Dieser variiert aufgrund von Temperaturunterschieden. Ein zu niedriger Druck deutet auf eine verringerte Leistungsfähigkeit des Systems hin, wobei ein erhöhter Druck unproblematisch ist.
  • Zudem sollte der Zustand der Solarflüssigkeit im Auge behalten werden. Um den Frost- und Korrosionsschutz zu wahren, muss der pH-Wert und die Zusammensetzung der Flüssigkeit stimmen. Spätestens nach 10-12 Jahren sollte ein kompletter Flüssigkeitsaustausch mit Reinigung der Anlage erfolgen.
  • Durch Sie als Anlagenbesitzer oder durch einen Fachmann sollte regelmäßig sichergestellt werden, dass die Solarkollektoren nicht verschmutzt sind. Vögel oder Marder können die Wärmedämmung beschädigen. Hier schafft eine widerstandsfähigere Ummantelung der Leitungen Abhilfe.

Ich heize mit Fernwärme. Was muss ich hierbei beachten?

Die Fernwärme wird vom Energieerzeuger geliefert und muss nicht von einer hausinternen Anlage erst produziert werden. Die Pauschale für die Lieferung der Fernwärme deckt auch die Wartung der Anlagen ab, die zur Wärmeerzeugung dienen.

Welche Kosten im Bezug auf meine Heizung trage ich als Mieter?

Zunächst trägt der Vermieter die Kosten für die Wartung, Reparatur und Instandsetzung der Heizung. Sofern es im Mietvertrag wirksam vereinbart ist, kann er jedoch die Wartungskosten als Betriebskosten rechtmäßig auf den Mieter umlegen. Wenn der Mieter selbst für die regelmäßige Wartung der Heizung vom Vermieter beauftragt ist, kann er sich frei aussuchen, welches Unternehmen dies durchführen soll und ist nicht an die Vorgaben des Vermieters gebunden.

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